-You're welcome.
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[Unter Konstruktion]

...Also immer. Weil nur, äm, der Perfektionist den Fisch fängt, oder so.

(Hallo übrigens!)

...Immer montags krizzel ich meinen Gedankenbrei hier 'nein...

Mo

14

Apr

2014

(Un)Sterblichkeit

...Was passiert, wenn wir verschwinden?
Wohin entschwinden wir?

Das ist eine Frage, die uns wahrscheinlich alle früher oder später im Leben ganz stark beschäftigt.
...Wenn wir Jemanden verlieren, der uns nah war.
...Wenn wir uns vielleicht selbst damit konfrontiert sehen, hoffentlich im hohen Alter nach langgelebter, glücklicher Zeit, uns verabschieden zu müssen.

Manche Menschen fühlen sich in ihrem (religiösen) Glauben sicher und geborgen und können mit fester Gewissheit sagen: "Ich werde dann mit Engeln tanzen".


-Manch Einer hofft zwar auf mehr, ist aber fest überzeugt dass es kein "Danach" geben wird -und das Ende des Lebens auch das Ende der eigenen Existenz ist.

Es ist sicher kein allzu beruhigender Gedanke und keine Frage, die man sich täglich stellen sollte.
Denn Fakt ist: bis es soweit ist, werden wir eh nur Vermutungen anstellen und uns von Hoffnungen tragen lassen können.

Die Frage nach dem "Warum" und Lebenssinn hingegen, sollte in jedem Köpfchen öfter gestellt werden.
Viel weniger doch, um zu erfragen wer uns hierher geschickt hat und wer unser Schicksal steuert, dem wir ja ach so hilflos ausgeliefert sind.
Das darf natürlich Jedermann halten, wie er will -aber mich erfüllt es mit unglaublicher Dankbarkeit zu wissen, dass ich lebe ...
...Dass ich empfinden darf. Leid, Trauer ...Freude, Liebe.
Einfach zu sein und zu ErLEBEN.

Auch glaube ich, dass es an uns liegt, wie lange wir "existieren".
Wer die eigenen Fußspuren hinterlässt, wird noch viel länger hier sein, als physisch möglich.
Für mich definierst sich (mein) Sinn des Lebens in der Verfolgung der eigenen Träume, der Selbstverwirklichung.
Ich weiß, ich will mich mitteilen. Über Dinge, die mir am Herzen liegen. Ich will meine Ansichten und Erfahrungen, meine Freude und mein Leid mit den Menschen, die ich liebe, teilen.
Und ich will hören, sehen und empfinden, was diese Menschen wissen, erfahren und denken.
Ich will mich verbinden und vernetzen, austauschen und große Konstrukte mentaler Verbundenheit spinnen.
Denn ich glaube, je größer das Netz, je größer die Verbundenheit ...
Desto höher liegt die Wahrscheinlichkeit, irgendwo zu verbleiben, auch wenn ich irgendwann nicht mehr bin.

Vielleicht, weil ich irgendwann eine Entdeckung mache ...und etwas Bedeutendes für die Menschheit herausfinde.
Oder, weil ich Lieder, Filme, Bilder hinterlasse, die lange Zeit lang unwiderruflich mit meinem Namen und meiner Person in Verbindung gebracht und nicht so schnell verblassen werden.
-Das sind wahrscheinlich die ganz offensichtlichen "Unsterblichkeitsmonumente", die zu erschaffen eine Vielzahl von Menschen sich sehnt und grämt.
Viel wärmer, natürlicher und wichtiger sind doch aber die kleinen Details.
Das gelebte Leben zu teilen, und das anderer im Kleinen zu beeinflussen.
Weil es sich weiterträgt und entwickelt, verwandelt und kontinuierlich besteht, solange es Menschen geben wird.
Wahrscheinlich kann sich in zweihundert Jahren Niemand mehr an mich erinnern.
Selbst mögliche direkte Nachkommen werden wohl keinerlei Kenntnis über mich und mein Leben haben -und wenn, dann nur so little.
Aber anzustoßen und zu bewegen, Wellen zu schlagen die sich aus- und verbreiten ...
...Das gibt mir eine beruhigende Sicherheit zu wissen, dass mein Leben noch lange nach meiner Zeit hallen wird und ganz allmählich sich mit dem Nachlass Anderer vermischen und in gemeinsamer Kraft wirken wird.
Jede Entscheidung die ich zu treffen vermag definiert und bestimmt, welches Fazit meine Existenz ziehen wird.
Dieser Gedanke trägt mich und lässt mich hoffen, niemals zu vergehen.

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